So werden Bewegungsmelder überlistet

Goobay BewegungsmelderBewegungsmelder sind praktisch, weil sie automatische das Licht vor der Haustür anschalten. Sie versprechen auch Sicherheit, weil das Eindringen in einen, durch sie geschützten Raum, nicht möglich ist. Doch halt: Die elektronischen Spürhunde lassen sich überlisten. Je nach System können Einbrecher problemlos ungestört agieren, dies gilt besonders, wenn beim Einbau Fehler unterlaufen sind.

Funktionsweise von Bewegungsmeldern

So werden Bewegungsmelder überlistetEs gibt aktive und passive Systeme. Die Funktionsweise ist unterschiedlich, aber die Wirkung ähnlich. Die Melder senden einen Impuls, wenn sich jemand im Bereich des vom Sensor überwachten Bereichs aufhält. Je nach Bauart lösen stellen Sie auf diese Art Licht an oder lösen einen Alarm aus.

  • Aktive Bewegungsmelder senden ein Signal aus (Ultraschall oder elektromagnetische Wellen). Sie fangen das reflektierte Signal auf und erkennen daran Veränderungen in ihrer Umgebung.
  • Passive Bewegungsmelder empfangen die Wärmestrahlen von Körpern. Sie erfassen dabei die Strahlung in bestimmten Raumsektoren und reagieren auf einen schnellen Anstieg der Temperatur in einem Sektor beziehungsweise, wenn eine Wärmequelle sich von einem Sektor zum nächsten bewegt.

Möglichkeiten die Funktion zu stören

Ein interessanter Beitrag des Magazin Galileo zeigte, dass sich ein Infrarotbewegungsmelder fast nicht überlisten lässt. Dies stimmt für sehr hochwertige Melder, die optimal einen Raum überwachen. In der Praxis sind die Melder weitaus wenige empfindlich eingestellt, um eine Fehlauslösung zu verhindern. Einige typische Szenarien zeigen Möglichkeiten, das Auslösen zu verhindern.

Situation Aktiver Melder

Passiver Melder

Kein Sichtkontakt zum Sensor Hindernisse zwischen dem Sensor und dem Eindringling verhindern, dass der Sensor diesen erfasst. Die direkte Wärmestrahlung des Körpers kann nicht erfasst werden. Eventuell löst das Erwärmen der Umgebung den Melder aus.
Abschirmen mit Pappe, Glas oder ähnlichem Material. Strahlen durchdringen das Material und erkennen den Köper beziehungsweise reagieren auf das Material. Diese Methode funktioniert bei den meisten Infrarotbewegungsmeldern.
Bewegung im Schneckentempo Die meisten Bewegungsmelder reagieren erst ab einer Geschwindigkeit von 1 m/s, hochwertige Melder (Klasse A) bereits ab 0,3 m/s. Aber die Bewegung muss kontinuierlich unter dieser Schwelle liegen. Die meisten Bewegungsmelder reagieren erst ab einer Geschwindigkeit von 1 m/s, hochwertige Melder (Klasse A) bereits ab 0,3 m/s. Aber die Bewegung muss kontinuierlich unter dieser Schwelle liegen.
Rauch oder Nebel Teilchen in der Luft können das ausgesendete Signal streuen, meist erfolgt aber eine Störungsmeldung. Teilchen in der Luft haben fast keine Auswirkungen auf die Wärmestrahlung.
Hohe Temperaturen oder niedrige Temperaturen Die Elektronik arbeitet im kommerziellen Bereich von 0° C bis +70° C ohne Störungen, bei hochwertigeren Bewegungsmeldern liegt der Bereich zwischen -40° und + 85° Celsius. Starkes Abkühlen oder Erwärmen kann die Elektronik außer Funktion setzen. Die bei aktiven Meldern genannten Temperaturbereiche gelten auch für passive Systeme. Diese reagieren außerdem meist nur auf Wellenlängen 9 bis 11 µm. Mit einer starken Wärmequelle oder einer sehr kalten Fläche vor dem Körper ist es möglich einen Strahlungsbereich zu erreichen, auf den der Sensor nicht reagiert.

Fakt ist, jeder Bewegungsmelder lässt sich überlisten. Aber wer die Art des Systems nicht kennt, riskiert, dass der Melder auslöst. Mit anderen Worten Abschirmen durch eine Glasscheibe beispielsweise kann funktionieren oder nicht. Gleiches gilt, wenn Sie versuchen langsam am Sensor vorbei zu kriechen oder mit Wärme, Rauch beziehungsweise Nebel arbeiten.

Vor- und Nachteile eines hochwertigen Bewegungsmelders

  • Unterscheidung zwischen Mensch und Tier
  • hohe Empfindlichkeit
  • zuverlässige Arbeitsweise
  • Preis

Manchmal ist es einfacher als man denkt

Bewegungsmelder, die mit einer Lampe gekoppelt sind, beziehen den Strom aus dem Netz. Sie enthalten selten eine Batterie. Wenn es gelingt, einen Kurzschluss zu erzeugen, ist auch der Bewegungsmelder ausgeschaltet.

Für Alarmanlagen sind Batterien und Sabotageschaltungen üblich, die verhindern, dass ein Einbrecher einfach die Stromzufuhr unterbindet. Laien machen bei der Installation häufig Fehler, die einem Einbrecher ermöglichen das System anzuschalten.

Häufig ist der Bewegungsmelder zu erreichen, ohne vom Sensor erfasst zu werden. So können Unbefugte ihn abdecken oder unbrauchbar machen. Viele Hausbesitzer achten nur darauf, dass der Sensor den Bereich zwischen Gartenpforte und Haustür überwacht. Wer den Weg über den Zaun nimmt, kann unter Umständen den Bewegungsmelder erreichen und demolieren.

Einer der häufigsten angewandten Tricks ist, absichtlich mehrfach einen Alarm auszulösen, etwa durch Steinwürfe oder kurzes Betreten des Sensorbereichs. Entnervte Hausbewohner stellen die Alarmanlage ab, weil sie von einem Defekt ausgehen.

Lampen, die über einen Bewegungsmelder mit Dämmerungslichtschalter gesteuert werden, lassen sich durch starke Handlampen deaktivieren. Die Helligkeit signalisiert, das Tag ist und das System schaltet ab.

Tipp! Wie Sie an den Beispielen sehen könne, lassen sich Bewegungsmelder überlisten. Hochwertige Sensoren sind aber deutlich schwerer zu täuschen. Trotzdem sollten Alarmanlagen immer über mehrere unabhängige Sensoren gesteuert werden.

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